Hommage an meine Nachbarin…

…wenn deine Nachbarin dir den Schups in die richtige Richtung gibt!

Das Leben ist hart, ungerecht und teuer…Den Spruch kennt bestimmt jeder. Aber Tatsache ist doch, dass es nur eine Frage der Betrachtungsweise ist. Aber was tun wenn die Sicht der Dinge beeinträchtigt ist? Das ist, denke ich, ein normales Phänomen, dass manchmal kein klarer Gedanke mehr vorhanden ist und sich ein Problem so manifestiert hat, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht….

Ich kenn das nur zu gut, denn neulich war es soweit und einer meiner großen Herzenswünsche schien zu zerbrechen. Kein Tag ohne Tränen und der Frage nach dem „warum“…Es ging mir nicht gut und zu allem Überfluss stand wiedermal ein Lockdown und der normale Covid-19 Wahnsinn vor der Tür….“der normale Covid-19 Wahnsinn“…das es soweit mal kommen würde….

Nichts desto trotz musste ich funktionieren und weiter machen, denn was sollte ich auch anderes tun. An einem richtig schönen Tag schien für mich nicht die Sonne – mein Gemüt war düster und weit entfernt von fröhlich. So viel sollte ich mit mir selbst ausmachen und ich wusste tatsächlich nicht mehr weiter…Das Gefühl wenn ein Lebenstraum zerbricht und du wieder Fuß fassen musst, wünsche ich niemandem – es gibt kaum etwas schrecklicheres!

Als ich also an diesem düsteren, sonnigen Tag mit meiner Nachbarin einen Kaffee trank und wir so vor uns hin plauderten, kam es zu dem Thema, dass mir den Boden unter den Füßen wegzieht – das ist immer noch so! Mit gebrochener Stimme und mit den Tränen kämpfend durfte ich so offen, wie noch nie mein Herz ausschütten. Dabei kam es zu keinen „gut gemeinten“ Ratschlägen, Belehrungen oder gar Vergleichen. Ich durfte einfach und vor allem wertfrei erzählen, was mir im Kopf rum schwirrte. Das erstaunliche daran ist, dass ich es nicht meiner besten Freundin erzählte, sondern meiner Nachbarin. Versteht mich nicht falsch, selbstverständlich kann ich meiner besten Freundin alles erzählen und das immer, aber ich hätte nie geglaubt, dass ich dieses Thema meiner Nachbarin in diesem Ausmaß anvertrauen würde….

Nach einer Weile verabschiedeten wir uns und jeder lebte den Tag weiter wie wir es halt taten…bis zum Abend! Am Abend bekam ich die wohl einfühlsamste und gleichzeitig ehrlichste Nachricht, die ich zu diesem Thema nur bekommen konnte. Es war augenöffnend und zugleich so inspirierend!

Mit ein paar wenigen Zeilen schaffte meine Nachbarin den Perspektivenwechsel in mir auszulösen! Ich sah viele Dinge in dem Moment anders und obwohl ich vor Rührung heulen musste (jajaja…alte Heulsuse halt und ziemlich nah am Wasser gebaut), besserte sich meine Laune. Ich konnte die nächsten Tage wieder richtig atmen – trotz FFP2 Maske während dem Arbeiten – klarer denken und tat einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung…

Ich wollte ihr gefühlt 100 Mal zurück schreiben um mich bei ihr zu bedanken. Doch wie kann ich mich richtig bedanken bei jemandem der mich an dem Tag ein bisschen zurück in mein altes Selbst geholt hat? Gar nicht! Bis heute finde ich nicht die richtige Antwort darauf …

Das Ziel dieser Kolumne ist es, dieser Nachbarin danke zu sagen für die wunderbare Nachricht die sie mir geschickt hat! DANKE! Einfach nur danke!

Sei aufmerksam, denn solche Menschen sind nicht selbstverständlich! Wenn jemand dir sein Leid klagt, sei aufmerksam und werte/vergleiche nicht. Gib der Person Raum und Sicherheit, denn das kann bereits sehr viele Probleme lösen und den nötigen Perspektivenwechsel hervorrufen.

Ich werde meiner Nachbarin für immer dankbar sein, dass sie mir an diesem sonnig-grauen Novembertag den Schups in die richtige Richtung verpasst hat!

P.S.: Sie weiß bereits von dieser Kolumne, denn ich hab ihr den Link geschickt 😉

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